Saturday, 12 December 2009 18:11
Komponiere ich nicht gerade Filmmusik oder klassische Musikwerke, so widme ich mich äußerst gern auch der ernsten Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, auch neue Musik genannt, zu. Bei der neuen Musik lösen sich Verhältnisse zwischen Dur und Moll beziehungsweise zwischen Tonika, Subdominante und Dominante auf. Was ist aber so faszinierend an einem Musikstil, die die meisten Menschen nicht interessiert? Musik, die einfach nicht ins Ohr geht?
Als Filmmusiker hat man in erster Linie nicht nur Musik zu komponieren, sondern muss zu einer Filmszene die richtigen Gefühle im Zuschauer ansprechen. Entscheidend ist also der Film zu dem komponiert wird und die Stimmung des Films. Hier ist die Musik vom "Planet der Affen" von Jerry Goldsmith das beste Beispiel.
Drei Astronauten landen auf einem fremden erdähnlichen Planeten. In den szenischen Bildern denkt der Zuschauer, dass es sich um eine Wüstenlandschaft der Erde handelt. Die Musik verrät aber: "Irgendetwas stimmt hier nicht." Während der Zuschauer also mit Augen eine Wüstenlandschaft wahrnimmt, suggeriert die angewandte Zwölftontechnik dem Gehirn, dass Achtsamkeit angebracht ist.
Ein weiteres Beispiel ist der Kurzfilm "Bunnylove" zu dem ich die Musik geschrieben habe. Im Intro der Geschichte sieht der Zuschauer eine Studentin und einen Professor durch ein Universitätsgebäude laufen. Das Licht dieser Szene wirkt kalt, die Stimmung düster, aber erst die Musik schafft dem Zuschauer die nötige Gewissheit, dass gleich etwas Schreckliches passieren wird. Im Übrigen schafft der wiegenhafte Gesang der Sängerin TeSa eine schaurige Situation, die die Gesamtsituation des Schaurigen verstärkt.
Soundbeispiel zum Thriller Bunnylove (Sängerin: Teresa Samulewicz, Komponist: aNTiDY)
Wie bereits an den Beispielen zu erkennen ist, kann neue Musik in vielen Filmen untergebracht werden. Vor allem Thriller, Science-Fiction, Horror und Krimis profitieren von der neuen Musik ungemein. Diese Filmgenre spielen mit dem Unerwartetem, mit der Überraschung oder mit dem Plötzlichem. All diese Attribute spiegeln sich in der neuen Musik wieder. Planen Sie in der Zukunft einen Film mit neuer Musik zu vertonen, dann sprechen Sie mich gern darauf an, in Media Music Creation finden Sie jedenfalls den kompetenten Partner.
Weiteres Beispiel neuer Musik:
Serielle Musik - Live (Komponist, Arrangeur: aNTiDY)
Saturday, 05 December 2009 20:36
Das Buch des Monats Dezember ist "Dirigieren compact". Auch wenn ein Filmkomponist die meiste Zeit mit samplebasiert arbeitet, so kommt es ab und zu vor, dass er auch als Dirigent tätig werden muss. Das Buch gibt einen guten Überblick über die wichtigsten Techniken.
Monday, 23 November 2009 18:13
Native Instruments Firmenpolitik ließ mich heute komplett an deren Fähigkeit zweifeln nutzerfreundlich zu sein. Entweder funktionieren Produktregistrierungen nicht, man erhält keine Support-Hilfe oder wird einfach als Kunde nicht ernst genommen. Bei mir ist innerhalb des letzten Jahres von jedem etwas passiert.
Vor einiger Zeit kaufte ich ein Native Instruments (NI) Produkt. NI Software muss generell online registriert werden. Vor allem für Audio-Server, die keine Netzanbindung ins Internet besitzen ist dies eine große Hürde. Versucht man sein Produkt zu registrieren, wird einem der Zutritt verwehrt, wenn man keine JavaScript im Internet-Browser aktiviert hat. Also aktiviert man JavaScript und fährt mit der Registrierung fort. Nun versucht man sich mit der Registrierungssoftware, die mit der Software dazu geliefert wurde zu registrieren und wird plötzlich genötigt eine neue Registrierungssoftware herunter zu laden. So verbringe ich weitere 10 Minuten mit dem Finden der neuen Registrierungssoftware auf der Webseite, mit dem Herunterladen und mit dem Registrieren. Dann der erste große Knaller: Der Registrierungsserver ist derzeitig nicht erreichbar. Ich rufe bei NI an und bekomme die wunderbare Antwort:
"Tut uns leid, wir wissen auch nicht wann das Problem behoben sein wird ... Nein, wir können leider keine telefonische Registrierung durchführen."
Wunderbar! Nach 5 Tagen funktioniert der Laden NI wieder. Für mich hieß es nur: Nacharbeiten!
Dann kam der nächste Kracher.
Ich kaufe mir im August 2009 Kontakt 3. Ein paar Wochen später verkündet NI, dass Kontakt 4 herauskommt. Grmpf. Ich bilde mir ein, dass ich in die Grace Period gelangt bin und mein Kontakt 3 kostengünstig auf Kontakt 4 upgraden kann.
Ich schreibe NI an und erhalte nach 4 Wochen immer noch keine Antwort. Dann schreibe ich NI wieder an und huhu, nach über 6 Wochen kommt ein Lebenszeichen von NI. Ein Mitarbeiter antwortet mir höflich:
"Entschuldigung für die späte Antwort. In diese misslige Lage sind leider einige Kunden geraten die sich kurz vor der Ankündigung von Kontakt 4, Kontakt 3 gekauft hatten. Leider war keine Grace Period für Kontakt 3 Kunden vorgesehen. Wir bitten um Ihr Verständniss. Freundliche Grüße, Native Instruments Order Support"
As I would say: Native Instruments sucks. Try another software.
Fazit: NI, ihr macht wunderbare Produkte, aber denkt auch an eure User. Ich freunde mich derweil mit IK Multimedia's AmpliTube 2 an. Es ist eine wunderbare Alternative zu Guitar Rig, IK hat mir innerhalb von 24 Stunden auf meine Fragen geantwortet und es lief alles super easy.
Weitere Meinungen anderer User zu NI:
Platz 1 für den schlechtestes Support geht an :
*Trommmmmmeeeelllllwwwwwiiiirrrrbbbelllllllll*
Native Instruments Was die sich erlauben, ist die absolute Frechheit. Ich kenne wirklich niemanden, der mit dem Service von NI zufrieden ist. Auf Mails wird entweder überhaupt nicht, oder erst nach Wochen geantwortet. Unverschämtheit vom aller feinsten.
geschrieben am: 30. März 2009
Als ich mein Kore 2 für 499 € gekauft habe wurde es zwei Tage später vom Hersteller auf 399 € heruntergesetzt. Als ich NI angeschrieben habe ob wenigstens als eine kleine Entschädigung ein Soundpack für 49 € für mich drin ist zeigte man mir die kalte Schulter. Da war ich auch nicht besonders zufrieden damit.
geschrieben am: 31. März 2009
Ein wunderbarer Bericht zum Thema "Katastrophenstimmung bei Service & Support" findet sich unter: http://www.musicianslife.de/2009/03/27/katastrophenstimmung-bei-service-support/
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