Beispielproduktion
Aus einer Klavierpartitur entsteht eine Orchesterpartitur
Zu Beginn einer Auftragskomposition erstellt der Komponist eine Klavierpartitur die die Basis einer Orchesterpartitur bildet. Diese Klavierpartitur beinhaltet bereits alle rhythmischen, melodischen und harmonischen Elemente, die später von Instrumentengruppen des Orchesters gespielt werden. Besondere Aufmerksamkeit muss der Komponist den hohen und tiefklingenden Tönen schenken, da diese vom menschlichen Ohr am besten gehört werden.
Ist die Klavierpartitur fertiggestellt, kann diese mit Hilfe eines Notensatzprogrammes als Orchesterpartitur erstellt werden. Hier entsteht aus einem einzigen Instrument, dem Klavier, eine Partitur für ein Orchester mit Streichinstrumenten, Bläsern, Saiteninstrumenten, Percussions und auch weiteren exotischen Instrumenten.
Klavierpartitur mit Glöckchen
Orchesterpartitur - Der Bauplan der Musik
Eine Orchesterpartitur ist ein Bauplan wie Musik gespielt werden soll. Manchmal sind diese Partituren im A3 Format und beinhalten Notensysteme für über 100 Instrumente. Hier wird vermerkt, wann eine Instrumentengruppe laut (forte) spielen soll, dass im 108. Takt die Harfe auf der Zwei beginnt, die Flöten leise den Ton c flattern und das Becken im letzten Takt zuschlägt. Diese Partitur wird vom Komponisten geschrieben in dem er sich zusätzlich die Hilfe eines Arrangeurs und Orchestrators holt. Diese Meister wissen wann Instrumente den Klang und die Dynamik anderer Instrumente verdecken. Sie hören förmlich wie eine Harfe mit drei Flöten zusammenklingt. Und sie wissen vor allem welche Instrumente was spielen können.
Orchesterpartitur - Mock-up
Ein Tag im Aufnahmestudio
Für eine Aufnahme im Studio werden rechtzeitig Dirigent, Interpreten, Techniker, Musikproduzent, Konzertsaal und Musiktechnik gebucht. Pro Aufnahmetag können mit einem Orchester circa 10-15 Minuten Filmmusik aufgenommen werden. Sind alle Musikaufnahmen auf Band, können diese von Tonmischer und Musikproduzenten geschnitten, bearbeitet und zusammengefügt werden. Sind die Flöten zu leise, können diese in der Nachbearbeitung lauter eingestellt werden, verursachte ein Becken Verzerrungen über sein Aufnahmemikrofon können diese separat noch einmal aufgenommen werden. Im Post-Produktion Schritt sind viele Änderungen möglich. In jedem Fall muss der Musikproduzent die Kosten im Überblick behalten und manchmal ist das Herauslassen eines einzelnen Instruments günstiger als eine Neuaufnahme.
Effekte - Das Salz in der Suppe
Als Effekte gelten die Nachpositionierung der Instrumente innerhalb des Orchestersaals, Entfernungen um Hörer zum Instrument, Nachhall des Raums, Lautstärkeverhältnisse, Zeitverzögerungen, Laufzeitdifferenzen. Sind diese Faktoren in die Aufnahme eingebaut bzw. nachbearbeitet, verleihen Limiter, Kompressoren und Equalizer der Aufnahme den nötigen Biss.